
Bis nach Mitternacht buntes Programm in der Bibliothek
Freitagnacht schloss sich die Eingangstür der Fachbibliotheken am Königsworther Platz hinter den letzten Besuchern erst um 1 Uhr. Bereits zum zweiten Mal hatte die Technische Informationsbibliothek und Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB) gemeinsam mit der Schreibwerkstatt des Zentrums für Schlüsselkompetenzen zur Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten eingeladen.
Wie schon im vergangenen Jahr war die nächtliche Veranstaltung ein voller Erfolg: Fast 300 Personen waren um 18 Uhr zur Eröffnung gekommen. Im Anschluss nutzten die Studierenden die zahlreichen Angebote – angefangen bei Kurzvorträgen über Entspannungsübungen und Geocaching in der Bibliothek bis hin zu einer Kaffee- und Vitaminbar. Besonders nachgefragt wurden die verschiedenen Beratungsangebote; die Anmeldelisten für die individuelle Beratung füllten sich schnell. Eine beliebte Anlaufstelle bildete auch der Büchertisch, der eine große Auswahl einführender Literatur und Ratgeber zum wissenschaftlichen Schreiben bereit hielt.
Autoren aus Wissenschaft, Journalismus und Literatur gaben den Studierenden in einer Gesprächsrunde Einblicke in das Schreibverhalten professioneller Schreiber. Den ein oder anderen Tipp hatten Prof. Dr. Joachim Grabowski, Leiter des Instituts für Pädagogische Psychologie, Prof. Dr.-Ing. Bernd Ponick, Studiendekan Elektrotechnik und Informationstechnik der LUH, Jan Sedelies, Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und Sofie Cramer, Roman- und Drehbuchautorin, für ihre Zuhörer an diesem Abend natürlich auch parat. „Man muss sich sein Pensum einteilen, zum Beispiel jeden Tag drei Seiten schreiben“, empfahl Cramer. Sedelies verriet: „Wenn der erste Satz fehlt, fange ich mit dem zweiten an.“ Lautes Vorlesen oder Selbstmotivation durch kleine Belohnungen bringen den Schreibprozess voran, da waren sich die Experten einig. Und gegen den gefürchteten Abgabestress wusste Grabowski einen Trick: „Ich habe mir angewöhnt, immer am vorletzten Tag fertig zu sein.“
„Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und hat uns gezeigt, dass der Bedarf da ist“, sagt Anne May, stellvertretende Direktorin der TIB/UB. Deshalb wird es auch 2014 wieder eine solche Veranstaltung geben.

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