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TIB/UB-Direktor wird 60: „Es gibt noch viel zu tun!“

Der Direktor der Technischen Informationsbibliothek und Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB) wird 60 Jahre alt. Seit 20 Jahren ist er an der TIB/UB, 15 davon als Direktor – ein Anlass, Bilanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

 

„Digitalisierung und Globalisierung durch das Internet“, das sind aus Sicht von Uwe Rosemann die größten Herausforderungen, denen sich die TIB/UB in den vergangenen Jahren stellen musste. Die Bibliothek hat es sehr früh geschafft, den notwendigen Wandel zu einem modernen und international vernetzten Informationsdienstleister anzugehen. 

 

Regionale und überregionale Zielgruppen

 

Regional versorgt die Technische Informationsbibliothek und Universitätsbibliothek Hannover (TIB/UB) Studierende, Forschende und Lehrende aller Fakultäten der Leibniz Universität Hannover (LUH) sowie wissenschaftlich interessierte Bürger der Region mit Literatur und Fachinformationen. Die überregionale Literatur- und Informationsversorgung von Forschung und Lehre gehören zu den traditionellen Aufgaben der Technischen Informationsbibliothek (TIB), der Zentralen Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik in Deutschland. 

 

Kernaufgaben erfolgreich erweitert

 

Diese Kernkompetenzen hat die TIB, die zur Leibniz-Gemeinschaft gehört, in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut. „Ein Meilenstein in der Entwicklung der Bibliothek ist die Erweiterung um digitale Produkte wie 3D-Objekte, Forschungsdaten, audiovisuelle Medien und das Fachportal für Technik und Naturwissenschaften ‚GetInfo’, aber auch die digitale Langzeitarchivierung ist eine wichtige strategische Aufgabe“, erklärt der Bibliotheksdirektor. Derzeit entwickelt das Kompetenzzentrum für nicht-textuelle Materialien (KNM) der Bibliothek ein Portal für audiovisuelle Medien (AV-Portal). Der Prototyp wird im März auf der CeBIT 2013 gezeigt. 

 

Die TIB war 2005 weltweit die erste Bibliothek, die den Betrieb als nationale Registrierungsagentur für Digital Object Identifiers (DOIs) zur Referenzierung von Forschungsdaten und graue Literatur aufgenommen hat. Mit der Registrierung erhalten Forschungsdaten einen DOI-Namen und sind damit zitierbar, langfristig verfügbar und recherchierbar. Bis heute hat die TIB über 750.000 DOI-Namen für Forschungsdaten, graue Literatur und AV-Medien vergeben und ist damit weltweit führend. „Wir verfügen insgesamt über eine zukunftsorientierte und zukunftsichernde Gesamtstrategie“, bilanziert TIB/UB-Direktor Uwe Rosemann. 

 

Herausforderungen angehen 

 

Foto von TIB/UB-Direktor Uwe Rosemann„Ein Schwerpunkt wird in Zukunft der Ausbau unserer Forschungskapazitäten sein. Wir hoffen, 2014 zusammen mit der Leibniz Universität eine Professur mit dem Schwerpunktthema ‚Visual Analytics‛ zu besetzen, die den Nukleus für den Forschungsbereich der TIB bilden wird“, so Rosemann. Außerdem will die TIB weitere Kooperationen auf europäischer und internationaler Ebene ausbauen und sich vermehrt um europäische Projektförderung kümmern. Hinzu kommen TIB-spezifische Herausforderungen: Die TIB/UB soll zum 1. Januar 2015 in eine selbstständige Stiftung ‚TIB’ umgewandelt werden, in die die Universitätsbibliothek integriert wird. „Genau diese Prozesse, Herausforderungen und Gestaltungsspielräume sind es, die ich an meiner Tätigkeit als Direktor der TIB/UB schätze und liebe“, sagt Uwe Rosemann. Der Direktor blickt zufrieden zurück und voller Tatendrang nach vorn: „Es gibt noch viel zu tun!“


Von: Marketing




Rubrik: News-TIB/UB 07.02.13
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